Gelungene Revanche. Nachdem unsere AH im letzten Jahr mehr als unglücklich im Elfmeterschießen gegen den SC Neheim im Feldpokal ausgeschieden waren, konnte man dieses Mal den Spieß (nicht Spies) umdrehen und ins Halbfinale einziehen. Und das obwohl man fast das ganze Spiel in Unterzahl spielen musste…

Im Viertelfinale des Kreispokals standen die Zeichen auf Revanche. Konnte man in Runde 2 bereits gegen den TuS Voßwinkel Wiedergutmachung betreiben, kam nun der SC Neheim in die Oeren, gegen den man letzte Saison die Segel streichen musste. Entsprechend motiviert war die Truppe von Lenz Ralf, der nur wenige Ausfälle zu beklagen hatte. Gute Voraussetzungen also und da auch das Wetter einigermaßen mitspielte, sorgten die Jungs von der Reserve und einige weitere Zuschauer für die perfekten Rahmenbedingungen.

Mittlerweile fast schon traditionell setzte Ralf auf eine Viererkette die von Benni Hirnstein stark dirigiert wurde. Davor ein Dreier-Mittelfeld um Simpson in der Zentrale und ebenfalls eine Dreier-Angriffsreihe. 4-3-3 also, was allerdings sehr früh zu einem 4-3-2 werden sollte…
Aber der Reihe nach.

Das Spiel begann schwungvoll mit leichter Überlegenheit für unseren TuS. Man ließ den Ball gut laufen und spielte aus einer sicheren Abwehr. Dennoch zeichnete sich schnell ab, dass es ein enges Match werden sollte, da auch der SC Neheim eine gute Truppe aufgeboten hatte. Insbesondere die Offensive um Timo Keute brachte immer wieder Tempo ins Spiel. Man würde sich keine Nachlässigkeit erlauben können.
Umso unverständlicher, dass sich die Hausherren mit einer absolut berechtigten und insbesondere völlig unschönen Roten Karte bereits nach 15 Minuten selber schwächten!!
65 Minuten in Unterzahl. In diesem wichtigen Spiel. Gegen starke und flinke Neheimer. Und das in unserem Alter…

Ein herber Schlag ins Kontor. Und doch kein Grund die Köpfe hängen zu lassen, wollte man doch unbedingt ins Halbfinale einziehen. So schüttelte man sich kurz und sortierte sich neu. Neheim konnte die kurze Phase der Umstellung nicht nutzen und fünf Minuten nach der Roten Karte fand der TuS wieder zurück ins Spiel. Erst einmal galt es hinten weiterhin sicher zu stehen, denn Neheim würde im Lauf des Spiels den Druck immer weiter erhöhen.
Und die Kette um Benni und Ente stand sicher! Man ließ kaum etwas zu. Insgesamt in der ersten Halbzeit nur eine gute Neheimer Chance, die aber von Katze vereitelt werden konnte.

Auf der anderen Seite war man immer wieder durch schnelle Konter gefährlich, da MK vorne richtig Dampf machte. Bereits in der 23. Minute konnte er so einen Konter im Eins gegen Eins gegen den Neheimer Keeper eiskalt nutzen und brachte die Grün-Weißen in Führung. Klassischer Shorthander. Und nicht unverdient! Zehn Minuten später eine ähnliche Situation, diesmal behielt jedoch der Torwart die Oberhand.

Neheim war zwar nach der Roten Karte, wie zu erwarten, feldüberlegen, spielte aber recht mut- und ideenlos. Vielleicht verließ man sich darauf, dass dem TuS in Unterzahl die Kraft ausgehen würde.
So ging es mit einem nicht unverdienten 1:0 in die Pause.

Trainer Lenz war entsprechend zufrieden mit der Leistung seiner zehn verbliebenen Mannen. Er mahnte jedoch die Konzentration hoch zu halten, da Neheim sicherlich den Druck erhöhen würde.

Das stimmte durchaus. Neheim zog in Halbzeit Zwei Libero Müller weiter nach vorne und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Chancen erspielten sie sich aber weiterhin kaum. So musste ein Distanzschuss von Hakenesch herhalten um den Ausgleich zu erzielen. Aus knapp 20 Metern hämmerte er die Pille direkt neben den Pfosten.

Aber auch dieser Rückschlag wurde vom TuS gut weggesteckt. Die Abwehr stand weiterhin sicher und die wenigen Neheimer Chancen wurden sicherlich auch mit etwas Glück aber mit noch mehr Willen abgewehrt.
Auf der anderen Seite hatte man sogar durchaus die Möglichkeit selber die Entscheidung zu erzwingen. Insbesondere nach Eckbällen wurde es mit Uli in der Box immer wieder gefährlich. Fünf Minuten vor dem Ende schienen sich beide Mannschaften dann mit einem Elfmeterschießen abgefunden zu haben. Aus Sicht des TuS nicht verwunderlich, ging man doch in Unterzahl letztlich auf dem Zahnfleisch. Etwas überraschend allerdings, dass auch Neheim nicht mehr wollte.

Sei es drum. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 1:1. Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Wie schon in der Vorsaison, als sich Neheim allerdings sehr glücklich ins Penaltyschießen rettete und dieses noch glücklicher gewann.
In diesem Jahr jedoch hatte der Fußballgott ein Einsehen und belohnte die Oeventroper für ihre tolle kämpferische Leistung.

Nachdem Pierre Müller für Neheim direkt den ersten Elfmeter an den Pfosten setzte, ließen sich die Hausherren nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. RaMü, Benni, Simpson, Puffi und DP verwandelten alle souverän! Somit hieß es nach regulärer Spielzeit und Elfmeterschießen 6:5 für den TuS und man konnte den verdienten Einzug ins Halbfinale des Kreispokals feiern!

Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Zuschauern, die unsere Mannschaft sensationell unterstützt haben! Die Truppe baut auch im Halbfinale auf diesen Support! Denn auch da hat man ein Heimspiel und zwar gegen die SG Sundern/Westenfeld. Sicherlich wieder ein dicker Brocken, aber mit dieser tollen Einstellung und dem Einsatz kann der Traum vom Finaleinzug verwirklicht werden.

TuS: Katze, DP, Benni, Ente, Uli, Ringo, Simpson, Puffi, RaMü, MK, Bernand (Pawl, Atha, Carsten, Stube)

Coach: Ralf